Dackel in Not

Was bedeutet Dackel in Not und wie kannst Du helfen?

Du hast den Begriff „Dackel in Not“ gehört und fragst Dich, was dahintersteckt? In diesem Artikel erfährst Du, was Dackel in Not bedeutet und wie Du einem Dackel in Not helfen kannst.

Grundsätzlich ist Dackel in Not keine offizielle Organisation. Es gibt keinen eingetragenen Verein mit diesem Namen. Dackel in Not ist vielmehr ein Sammelbegriff für Aktionen, die Hilfe für Dackel versprechen, die zum Beispiel im Tierheim gelandet sind.

Warum geraten Dackel in Not?

Die Gründe, warum Dackel in Not geraten können, sind vielfältig. Nicht immer sind es Besitzer, die keine Lust mehr auf ihre Fellnasen haben. Oft stecken hinter einem Dackel in Not schwere Schicksale.

  • Die Besitzer werden krank und können ihre Dackel nicht mehr versorgen.
  • Die Besitzer müssen umziehen und dürfen in der neuen Wohnung keine Hunde halten.
  • Die Besitzer müssen ins Krankenhaus und finden keine Möglichkeit, ihren kleinen Freund unterzubringen.
  • Die Besitzer versterben plötzlich und es gibt keine Angehörigen, die den kleinen Vierbeiner aufnehmen könnten.

Dazu kommen noch Hunde aus dem Ausland, die dort vor der Tötung gerettet wurden. In vielen anderen Ländern haben Hunde einen deutlich geringeren Stellenwert als bei uns und werden nicht als Familienmitglieder gesehen. Leider werden sie dann oft unter unwürdigen Bedingungen gehalten oder verstoßen, wenn sie ihren Zweck nicht mehr erfüllen.

Dackel geraten unverschuldet in Not
Hinter jedem Dackel in Not steckt ein individuelles Schicksal

Viele Organisationen haben sich darauf spezialisiert, Hunden aus dem Ausland zu helfen und in Deutschland ein Zuhause für sie zu finden. Unter den Hunden in ihren Auffangstationen sind natürlich auch Not leidende Dackel.

3 Ideen, wie Du Dackeln in Not helfen kannst

Du möchtest einem oder mehreren Dackeln in Not helfen? Dann habe ich hier drei Ideen für Dich.

1. Einen Dackel in Not aufnehmen

Wenn Du einem Dackel in Not helfen möchtest, kannst Du ihn dauerhaft bei Dir in Dein Rudel aufnehmen. Natürlich bekommst Du keinen Welpen, dessen Entwicklung Du von klein auf beobachten und beeinflussen kannst. Dafür sind manche Dackel in Not aber auch schon gut ausgebildet. Viele, gerade ältere Dackel sind auch schon ruhiger, weil sie die Sturm-und-Drang-Phase bereits hinter sich haben.

Lies dazu auch meinen Artikel Wann werden Dackel ruhiger?

Ein Dackel aus dem Tierheim oder Tierschutz kann genauso viel Freunde bereiten, wie ein Dackelwelpe vom Züchter. Er kann Dich genauso lieben und wird Dir genauso ein treuer Begleiter sein. Wenn Du also auf der Suche nach einem Dackel bist, ziehe es in Betracht, eine Fellnase aus einer Notsituation zu retten und zu Deinem besten Freund zu machen.

2. Einen Dackel vorübergehend in Pflege nehmen

Nicht jeder Dackel in Not sucht ein neues Zuhause für den Rest seines Lebens. Gerade wenn Herrchen oder Frauchen krank sind oder in Kur müssen, wo keine Hunde erlaubt sind, möchte und darf der Dackel nach einiger Zeit wieder nach Hause.

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Einem Dackel in der schweren Zeit, in der er Herrli oder Frauli vermisst, ein möglichst gutes Zuhause zu bieten, ist eine große Hilfe. Die Alternative zu einer Pflegefamilie oder einem Pflegehalter ist leider oft nur das Tierheim. Dort gibt man sich selbstverständlich die größte Mühe, die Zeit im Zwinger so erträglich wie möglich zu machen. Doch eine Pflegestelle kann ein Tierheim nicht ersetzen.

Weiter unten findest Du Seiten, auf denen Dackel in Not aufgelistet sind. Einige von ihnen suchen nur eine vorübergehende Pflegestelle. Vielleicht gibt es in Deiner Umgebung ja einen Dackel, der genau bei Dir vorübergehend ein liebevolles Zuhause findet.

Doch nicht nur im Internet kannst Du Menschen finden, die Deine Hilfe für ihre Dackel oder Hunde benötigen. Vielleicht bist Du schon mit Hundehaltern in Deiner Umgebung vernetzt. Halte einfach die Augen offen, ob jemand Hilfe benötigt. Manchmal sind es kleine Hilfen, die größere Not verhindern.

Vielleicht reicht es schon, wenn Du eine Zeit lang mit einem Dackel (oder anderen Hund) Gassi gehst, weil der Halter es gerade aus gesundheitlichen Gründen nicht kann. Auch dadurch kannst Du einen Hund vor großer Not bewahren.

Hilfe für Dackel in Not
Schon mit kleinen Aktionen kannst Du einem Dackel in Not helfen.

3. Spenden

Eine weitere Möglichkeit, Dackel in Not zu unterstützen, ist eine Spende an eine Tierschutz-Organisation. Viele Tierschutz-Organisationen betreiben Tierheime. Mit einer finanziellen Zuwendung unterstützt Du sie dabei, das Leben im Tierheim für Dackel in Not und andere Hunde so angenehm wie möglich zu machen.

Tierschutz ist ein emotionales Thema. Das nutzen leider auch weniger seriöse Organisationen aus. Damit Deine Spende auch wirklich den Tieren zugutekommt, solltest Du bei der Auswahl der Tierschutz-Organisation Sorgfalt walten lassen.

Als Faustregel lässt sich sagen, dass seriöse Tierschutz-Organisationen Dich niemals überrumpeln, nicht an Deiner Haustüre um eine Spende betteln und Dich nicht emotional unter Druck setzen werden. In solchen Fällen solltest Du niemals spontan spenden!

Recherchiere lieber, welcher Verein oder welche Organisation so wirtschaftlich arbeitet, dass Deine Spende größtenteils bei den Tieren ankommt. Dann schlafe noch einmal eine Nacht über die Entscheidung. Wenn Du dann immer noch ein gutes Bauchgefühl hast, unterstütze die Organisation mit Deiner Spende.

Stiftung-Warentest hat vor einiger Zeit Tierschutz-Organisationen unter die Lupe genommen und listet die wichtigsten Organisationen und ihre Bewertungen auf.

Welche Initiativen für Dackel in Not gibt es?

Facebook-Gruppe Dackel in Not

Auf Facebook gibt es eine Gruppe, die sich „Dackel in Not – Das Original“ nennt, bereits seit 2012 existiert und über 25.000 Mitglieder zählt. Hier werden regelmäßig Hilfegesuche für Dackel in Not gepostet.

Aktion Teckelhilfe der DTK-Gruppe Wuppertal

Die DTK-Gruppe Wuppertal hat die Aktion Teckelhilfe gestartet. Sie richtet sich vorwiegend an Tierfreunde, die einem älteren Teckel ein neues Zuhause geben möchten. Hier sind sowohl Dackel in Not als auch Pflegestellen, die einen Dackel aufnehmen können, aufgelistet. Auch wenn die Aktion von einer regionalen DTK-Gruppe ausgeht, finden sich Pflegestellen und Dackel aus ganz Deutschland.

Lokale Tierheime

Dackel in Not landen oft im Tierheim, weil es keine Alternative gibt. Wenn Du einem Dackel in Not helfen willst, ist Dein Tierheim vor Ort eine gute Anlaufstelle. Hier kannst Du den kleinen Teckel in Ruhe kennenlernen und herausfinden, ob Ihr auf einer Wellenlänge seid.

Vielleicht kennst Du das Tierheim bei Dir in der Nähe schon. Der Deutsche Tierschutzbund e.V. hilft mit einem Tierheim-Finder bei der Suche.

Vermittler-Seiten, auf der Dackel in Not gelistet sind

Zusätzlich zu ihren eigenen Internet-Seiten listen Tierheime und Tierschutzeinrichtungen ihre Tiere auch auf verschiedenen Portalen im Internet.

Eine Seite mit vielen solchen Einträgen ist tiervermittlung.de. Hier sind nicht ausschließlich Dackel in Not aufgelistet, sondern auch andere Hunderassen. Allerdings kann man in der Suche gezielt nach Dackeln in Not suchen.

Auch die Seite Dackel.de hat eine Sektion mit Dachshunden, die ein neues Zuhause suchen.

Auf edogs.de findest Du ebenfalls eine Liste mit Dackeln, die momentan in einem Tierheim leben müssen.

ZERGportal listet ebenfalls viele Dackel und Dackel-Mischlinge auf, die ein Zuhause oder eine Pflegestelle suchen.

Auch auf Kleinanzeigen-Portalen wie Quoka oder Kleinanzeigen werden oft Dackel aus Tierheimen gelistet. Allerdings findest Du hier nicht nur Dackel in Not, sondern auch Anzeigen von Züchtern – die im Übrigen auf solchen Portalen nicht zwangsläufig seriös sein müssen.

Warum muss ich für einen Dackel in Not bezahlen?

Viele Tierheime verlangen für einen Dackel in Not eine Schutzgebühr von mehreren Hundert Euro. Vielleicht fragst Du Dich, warum Du noch dafür bezahlen sollst, wenn Du einem Dackel in Not helfen willst. Dafür gibt es zwei Gründe:

Erstens entstehen dem Tierheim Kosten. Diese gehen weit über ein bisschen Futter und die Unterbringung hinaus. Medikamente, Tierarzt-Honorare und vieles mehr müssen von den Tierheimen bezahlt werden. Oft deckt die Schutzgebühr noch nicht einmal diese Kosten.

Zum anderen soll die Schutzgebühr die Dackel in Not vor allzu spontaner Adoption schützen. Als zukünftiger Dackel-Besitzer soll die Schutzgebühr Dich also auch zum Nachdenken bringen. Wenn Du Dir schon die Schutzgebühr nicht leisten kannst, wie sieht es dann in Zukunft mit Futter, Tierarztbesuchen und Medikamenten aus?

Die Schutzgebühr, die von den Tierheimen und Tierschutz-Organisationen verlangt wird, ist also kein Handel mit Dackeln, sondern erfüllt zwei wichtige Aufgaben.

Eddie der Rauhaardackel

Es macht mich total traurig, wenn ich lese, dass es Dackel gibt, die kein richtiges Zuhause haben. Ich bin dankbar für meine Familie, bei der ich es wirklich gut habe.

Darum: Wenn Du kannst, unterstütze einen Dackel in Not! Wir Dackel sind treue Gefährten mit einem großen Herz und einer einzigartigen Persönlichkeit.

– Eddie, der Rauhaardackel

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