Dackel Steckbrief / Rasseportrait

Alles über Dackel – Steckbrief / Rasseportrait

Du interessierst Dich für Dackel und überlegst vielleicht, ob Du einen Teckel bei Dir aufnehmen willst? Dann hast Du sicher viele Fragen rund um die kleine Fellnase mit der großen Persönlichkeit. Dieser Artikel gibt Dir einen Überblick über den Dackel als Haushund. Ich habe die wichtigsten Antworten für Dich recherchiert und teile meine eigene Erfahrung als Dackelbesitzer mit Dir.

Kurz gesagt ist der Dackel ein kurzbeiniger und langer Jagdhund mit einer einzigartig liebenswert-sturen Persönlichkeit. Er ist ein mutiger, robuster Hund, der manchmal zur Selbstüberschätzung neigt und mit seinem Dackelblick fast jeden um den Finger wickeln kann.

Inhaltsverzeichnis
  1. Der Dackel im Steckbrief
  2. Aussehen: Lang mit kurzen Beinen
  3. Was ist ein Teckel und was ist ein Dachshund?
  4. Welche Dackel-Rassen bzw. Dackel-Arten gibt es?
  5. Der Dackel-Charakter: Stur und schwer erziehbar?
  6. Sind Dackel verschmust?
  7. Bellen Dackel viel?
  8. Kann man einen Dackel in der Wohnung halten?
  9. Sind Dackel für Anfänger geeignet?
  10. Sind Dackel schwer zu erziehen?
  11. Sind Dackel gute Familienhunde?
  12. So kannst Du Deinen Dackel beschäftigen
  13. Wie viel Auslauf braucht ein Dackel?
  14. Dürfen Dackel Treppen laufen?
  15. Den Dackel richtig hochheben
  16. Lebenserwartung und Gesundheit: Wie alt werden Dackel?
  17. Sind Dackel intelligent?
  18. Dackel-Pflege und -Haltung: Das braucht Deine Fellnase
  19. Der Jagdtrieb beim Dackel
  20. Herkunft und Geschichte des Dackels
  21. Interessantes rund um den Dackel
  22. Berühmte Dackelbesitzer und Dackel
  23. Passt ein Dackel zu mir?
  24. Wie beliebt sind Dackel?
  25. Wie viel kostet ein Dackel?
  26. Dackel kaufen: Darauf musst Du achten

Der Dackel im Steckbrief

Größe (Brustumfang)Standarddackel: 35–47 cm
Zwergdackel: 30–37 cm
Kaninchendackel: 25–32 cm
GewichtStandarddackel: bis 9 kg
Zwergdackel: 3 bis 5 kg
Kaninchendackel: bis 3 kg
FCI RassennomenklaturFCI-Gruppe 4: Dachshunde
FCI-Sektion 1: Dachshund
HerkunftslandDeutschland
FarbenEinfarbig: rot
Zweifarbig: Tiefschwarz und Braun, mit helleren Abzeichen; Saufarben und Braun-Saufarben
Merle (gefleckt): Grundfarben Saufarben, Schwarz, Braun und Rot
FellKurzhaar: kurz und glänzend
Rauhaar: drahtig / hart, leicht matt
Langhaar: weich und glänzend
Lebenserwartung12–16 Jahre
Geeignet alsJagdhund, Haushund und Familienhund
Charaktermutig, selbstbewusst, eigensinnig bis stur, liebenswert
Auslaufmittel
Sabber-Potenzialgering
Haar—Potenzialmittel
Bell-Potenzialrelativ hoch
Pflegeaufwandmittel
Kinderfreundlichbedingt
Familienhundbedingt

Aussehen: Lang mit kurzen Beinen

Wenn Du einen Hund als Lang mit kurzen Beinen beschreibst, wird jeder sofort wissen, dass Du einen Dackel meinst. Seine ikonische Form und sein Dackelblick sind es, die ihn so beliebt machen. Wenn ich mit Eddie unterwegs bin, wird er von vielen Passanten sofort als Dackel erkannt und freudig begrüßt.

Das Aussehen des Dackels Lang mit kurzen Beinen
Unser Eddie wird immer sofort als Dackel erkannt

Wie groß wird ein Dackel?

Offiziell wird die Größe eines Dackels nach FCI-Standard über den Brustumfang bestimmt. Der Grund dafür liegt darin, dass der Brustumfang maßgeblichen Einfluss darauf hat, ob der Dachshund in einen Fuchs- oder Dachsbau passt. Beim Standarddackel (im FCI als Teckel bezeichnet) liegt dieser zwischen 35 und 47 cm.

Die Rückenlänge beim Dackel liegt bei ca. 40 cm. Bei der Schulterhöhe kann ein Dackel eine Höhe von ca. 30 cm erreichen. Allerdings solltest Du den Dackel nicht mit ähnlichen Hunden gleicher Schulterhöhe vergleichen, da er deutlich schwerer und kräftiger ist als „kürzere“ Fellnasen.

Wie schwer wird ein Dackel?

Ein Teckel bzw. Standarddackel erreicht ein Gewicht von ca. 9 kg. Ein Zwergdackel wiegt zwischen 3 und 5 kg und ein Kaninchendackel liegt unter 3 kg.

Wichtig: Dackel neigen durch ihren großen Appetit zu Übergewicht. Das gilt besonders dann, wenn sie auch noch zu wenig Bewegung bekommen. Das solltest Du als Dackel-Halter unbedingt vermeiden, da es das Risiko für die gefürchtete Dackellähme erhöht.

Was ist ein Teckel und was ist ein Dachshund?

Dackel, Teckel, Dachshund – der Dackel ist ein Hund mit vielen Namen. Alle Begriffe sind Synonyme und können untereinander austauschbar verwendet werden. Teckel wird unter Jägern und in Norddeutschland etwas häufiger verwendet.

In Englisch lautet die offizielle Bezeichnung Dachshund. Die Engländer und Amerikaner haben aber viele weitere lustige Spitznamen für unsere kleinen Fellnasen. Mehr dazu erfährst Du im Artikel Teckel, Dackel, Dachshund – was ist der Unterschied?

Welche Dackel-Rassen bzw. Dackel-Arten gibt es?

Kurz gesagt gibt es drei Größen und drei Fellarten beim Dackel und diese dann in verschiedenen Farben. Alle diese Größen und Fellarten werden bei der FCI als eine Rasse geführt.

Dackel Arten, Dackel Rassen: Rauhaardackel, Kurzhaardackel, Langhaardackel
Dackel gibt es als Rauhaardackel, Kurzhaardackel und Langhaardackel

Diese drei Größen gibt es beim Dackel

Als Fellarten gibt es beim Dackel

Folgende Farben gibt es beim Dackel laut FCI:

  • einfarbige Dackel in der Farbe Rot
  • mehrfarbige Dackel mit den Grundfarben Tiefschwarz und Braun, die hellere Abzeichen haben; beim Rauhaardackel zusätzlich mit den Farben Saufarben und Braun-Saufarben
  • gefleckte Dackel (Tigerdackel) mit den Grundfarben Saufarben, Schwarz, Braun und Rot

Für amerikanische Dackel gelten andere Rasse-Standards als die der FCI. Hier ist auch noch das Farbmuster Piebald erlaubt.

Mehr zu den Größen und Fellarten des Dackels erfährst Du im Artikel Diese Dackel-Arten und Dackel-Rassen gibt es: Größen, Fellarten und Farben.

Der Dackel-Charakter: Stur und schwer erziehbar?

Der Dackel gilt gemeinhin als stur – und das nicht ohne Grund! Dackel sind sehr selbstständige, mutige und selbstbewusste Hunde. Sie wurden und werden als Jagdhunde für die Arbeit im Fuchs- oder Dachsbau verwendet. Dort brauchen sie genau diese Eigenschaften.

In der Erziehung können diese Eigenschaften allerdings zum Problem werden. Unbedingter Gehorsam ist dem Dackel eher fremd. Wenn Du erwartest, dass Deine Fellnase beim ersten Kommando sofort gehorcht, musst Du beim Dackel viel liebevolle Konsequenz aufbringen. Oder anders gesagt: Du musst bereit sein, sturer zu sein als Dein Dackel!

Andererseits ist es die spezielle Persönlichkeit des Dackels, die ihn so liebenswert macht. Er hat seinen eigenen Kopf und versucht ihn durchzusetzen. Und wenn er gerade einmal nicht den Sturkopf spielt, wickelt er Dich mit seinem Dackelblick um den Finger. Das macht es schwer, einen Dackel nicht zu lieben.

Wenn Du Dich für den Charakter des Dackels interessierst, empfehle ich Dir den Artikel 11 typische Charakter-Eigenschaften von Dackeln.

Sind Dackel verschmust?

Dackel können durchaus verschmust sein. Allerdings sind sie keine typischen Schmuse- oder Schoßhunde.

dackel als schosshund
Dackel sind keine Schoßhunde und fühlen sich in solchen Situationen oft nicht wohl

Auch hier spielt die Persönlichkeit des Dackels eine große Rolle. Wenn er ein Kuschelbedürfnis hat, wird er es Dir zeigen und Deine Streicheleinheiten genießen. Wenn er genug hat, wird er allerdings wieder gehen.

Falls Du einen echten Schoßhund suchst, ist ein Dackel für Dich also die falsche Wahl.

Bellen Dackel viel?

Dackel sind oft als Kläffer verschrien. Allerdings ist es nicht belegt, dass Dackel mehr bellen als andere Hunderassen. Verhalten ist bei Hunden zu einem großen Teil auf das Umfeld und weniger auf die Rasse zurückzuführen. Generell bellen kleinere Hunde jedoch häufiger als mittelgroße und große Rassen.

Dackel können bellen wie große Hunde
Dackel können bellen wie große Hunde

Bedenken solltest Du, dass Dackel eher laut und tief bellen und sich damit vom eher heiseren und gedämpften Bellen vieler kleiner Hunderassen unterscheiden. Unser Rauhaardackel Eddie bellt zum Beispiel wie ein Wachhund, wenn jemand an der Tür klingelt oder wenn Fremde im Hausflur unterwegs sind.

Mehr zum Bellen von Dackeln erfährst Du im Beitrag Ist der Dackel ein Kläffer?

Zusätzlich zum Bellen kommt beim Dackel eine Tendenz zum Heulen oder Jaulen hinzu. Unser Eddie neigt beispielsweise zum Kontaktheulen, wenn er die Sirenen eines Krankenwagens oder Feuerwehr hört.

Kann man einen Dackel in der Wohnung halten?

Grundsätzlich kann man einen Dackel in der Wohnung halten. Er braucht in der Wohnung nicht viel Platz. Einige Punkte solltest Du dabei allerdings beachten:

In welcher Etage liegt Deine Wohnung?

Dackel sollen nicht zu viele Treppen laufen und ein 9 kg schwerer Standarddackel kann über mehrere Etagen ziemlich schwer werden.

Wie viel Auslauf kannst Du Deiner Fellnase bieten?

Dackel benötigen Auslauf und ein Dackel ist kein Schoßhund! Als Jagdhund braucht er Beschäftigung. Zwei Stunden Bewegung solltest Du einplanen.

Kann man Dackel allein lassen?

Dackel können allein in der Wohnung bleiben, wenn Du es mit ihnen richtig trainierst. Drei bis vier Stunden allein in der Wohnung sind kein Problem, wenn Dein Dackel ans Alleinbleiben gewöhnt ist. Im Notfall können es auch mal ein oder zwei Stunden mehr sein. Wenn Du allerdings jeden Tag viele Stunden weg bist, solltest Du Dir überlegen, ob Du einen Dackel in der Wohnung halten willst.

Eddie der Rauhaardackel

Ja, ja – das Thema allein bleiben. Ich weiß nie, ob ich mich freuen soll, dass ich endlich mal meine Ruhe habe oder ob ich Herrli und Frauli vermissen soll.

Manchmal vergnüge ich mich mit meinem Hundekissen – Du weißt schon, was Teenager so machen, wenn die Eltern aus dem Haus sind 😉.

Manchmal lege ich mich sehnsüchtig wartend vor die Eingangstüre.

Meistens schlafe ich aber einfach und genieße die Ruhe. Um mich dann umso mehr zu freuen, wenn Frauli und Herrli nach Hause kommen.

– Eddie, der Rauhaardackel

Ist Hundehaltung bei Dir im Haus erlaubt?

Bevor Du Dir einen Dackel anschaffst, solltest Du unbedingt klären, ob Hundehaltung bei Dir im Haus erlaubt ist. Schau in Deinen Mietvertrag, in die Hausordnung und sprich auch mit Deinen Nachbarn. Nichts wäre schlimmer, als wenn Dein kleiner Freund wieder ausziehen muss, weil der Vermieter sonst mit Kündigung droht!

Weitere Informationen, worauf Du achten solltest, bevor Du Dir einen Dackel in die Wohnung holst, findest Du im Artikel Einen Dackel in der Wohnung halten?

Sind Dackel für Anfänger geeignet?

Dackel sind nicht für Anfänger geeignet, da sie eigensinnig sind und sehr stur sein können. Daher benötigen sie eine liebevoll-konsequente Erziehung.

Wenn Du Dir dennoch einen Dackel als Ersthund zulegen möchtest, solltest Du Dich intensiv mit dem Thema Hundeerziehung beschäftigen, bevor Deine Fellnase bei Dir einzieht. Außerdem solltest Du eine ordentliche Portion Geduld und Durchhaltevermögen mitbringen.

Sind Dackel schwer zu erziehen?

Kurz gesagt: Dackel sind schwerer zu erziehen als andere Hunderassen. Durch ihr großes Maß an Selbstständigkeit und Eigensinnigkeit machen sie es ihrem Halter die Erziehung schwer. Allerdings sind diese Charaktereigenschaften des Dackels keine Schwächen, da sie für seinen ursprünglichen Einsatzzweck als Jagdhund im Fuchs- oder Dachsbau unabdingbar sind.

Stelle Dich bei der Erziehung darauf ein, dass Dein Dackel Kommandos unterschiedlich gut beherrscht – je nachdem, ob Du ein Leckerli in der Hand hast oder nicht.

Dackel gibt Pfote
Mit der richtigen Belohnung in Aussicht können Dackel sehr gehorsam sein.

Unser Rauhaardackel Eddie führt jedes Kommando blitzschnell aus, wenn er eine hochwertige Belohnung wie Hühnchen in Aussicht hat. Ohne Leckerchen kann die Ausführung dann schon mal einige Sekunden in Anspruch nehmen. Man hat den Eindruck er überlegt, ob er das gerade will oder nicht.

Wenn er gerade überhaupt keine Lust hat, braucht es auch schon mal einer etwas strengeren Stimmlage, um ihn zu überzeugen. Und bisweilen testet er auch aus, wo die Grenzen liegen und ob er sie nicht doch etwas verschieben kann.

Beim Dackel ist die Unterscheidung zwischen Training und Erziehung also sehr wichtig. Was hilft es Dir, wenn Dein Hund perfekt Fuß läuft, wenn Du Hühnchen in der Hand hast, aber im Alltag wie wild an der Leine zieht oder völlig unvermittelt eine Vollbremsung einlegt?

Dackel können sehr stur sein und haben einen eigenwilligen Charakter
Wenn der Dackel nicht laufen will, legt er auch schon mal ganz unvermittelt eine Vollbremsung ein

Ein Dackel erfordert also neben der Zeit für das Training auch viel liebevolle Konsequenz in der Erziehung. Setze von Anfang an klare Regeln und achte darauf, dass sie eingehalten werden.

Sind Dackel gute Familienhunde?

Dackel sind keine guten Familienhunde für Familien mit kleinen Kindern. Für Familien mit älteren Kindern oder Jugendlichen eignen sie sich dagegen meist gut als Familienhund. Mit ihrem Dackelblick wickeln sie fast jeden um den Finger.

Nicht zuletzt darum sind Dackel auch bei Kindern sehr beliebt. Und auch viele Dackel lieben Kinder und laufen stürmisch auf sie zu.

Sind Dackel gute Familienhunde?
Dackel können gute Familienhunde sein, sollten aber mit kleinen Kindern niemals unbeaufsichtigt gelassen werden

Allerdings sind Dackel auch nicht umsonst für ihren eigensinnigen und manchmal sturen Charakter bekannt. Wenn es zu einem Konflikt zwischen Kind und Dackel kommen sollte, darfst Du nicht erwarten, dass der Dackel zurückstecken wird.

Daher solltest Du einen Dackel niemals allein mit kleinen Kindern lassen.

Außerdem solltest Du darauf achten, dass Deine Kinder Deinen Dackel nicht zu wild „beschmusen“. Zum einen mag das nicht jeder Dackel und zum anderen ist der Rücken eines Dackels empfindlich für Verletzungen.

So kannst Du Deinen Dackel beschäftigen

Ein Dackel benötigt Beschäftigung und Bewegung. Er will geistig und körperlich ausgelastet werden. Im Artikel 14 Ideen, wie Du Deinen Dackel beschäftigen kannst zeige ich Dir, wie Du Deinen Dackel am besten auslastest. Hier einige Ideen daraus:

  • Wandern und neue Gegenden erkunden
  • Hundefreunde treffen
  • Schwimmen
  • Suchspiele im Garten oder Haus
  • Tricks üben
  • Zerrspiele
  • Intelligenzspielzeug

Achte dabei darauf, was Deinem Dackel besonders Spaß macht und finde auch Spiele, die Du ohne Spielzeug mit Deinem Dackel spielen kannst.

Agility mit Dackel
Agility ist eine Möglichkeit, Deinen Dachshund zu beschäftigen

Wie viel Auslauf braucht ein Dackel?

Ein Dackel benötigt rund zwei Stunden Bewegung pro Tag. Idealerweise teilst Du diese Zeit auf zwei bis drei Gassi-Runden auf. Der Dackel ist zwar ein kleiner Hund, hat aber dennoch eine große Energie in sich.

Doch nicht nur beim Gassigehen an der Leine kannst Du Deinen Dackel auslasten. Auch toben im Garten oder bei schlechtem Wetter auch mal im Haus zählt als Bewegung.

Bewegung ist für Dackel so wichtig, weil sie die Muskulatur stärkt und so das Risiko für die beim Dackel gefürchtete Dackellähme reduziert. Übergewicht und mangelnden Muskulatur sind wichtige Risikofaktoren für einen Bandscheibenvorfall beim Dackel – ähnlich wie bei uns Menschen auch.

Dackel Bewegung
Als Jagdhunde brauchen Teckel Bewegung

Mit dem Dackel wandern?

Du kannst mit einem Dackel wandern gehen, wenn er ausreichend trainiert ist. Dann sind auch längere Strecken kein Problem. Mit einem untrainierten Dackel solltest Du keine langen Strecken wandern.

Radfahren mit dem Dackel?

Zum Radfahren ist der Dackel nicht der richtige Hund. Mit seinen kurzen Beinchen kann er die Geschwindigkeiten beim Radfahren nicht mithalten.

Reiten mit dem Dackel?

Mit den Geschwindigkeiten eines Pferdes kann der Dackel nicht mithalten – dazu sind seine Beine einfach zu kurz. Wenn Du eine Fellnase suchst, die Du auf lange Ausritte mitnehmen kannst, solltest Du eher nach einem größeren Hund Ausschau halten.

Wie weit ein Dackel laufen darf, wie es bei Dackelwelpen aussieht und wie viel Bewegung Du einem Senior-Dackel zumuten darfst, erfährst Du im Artikel Wie viel Bewegung und Auslauf braucht ein Dackel wirklich?

Dürfen Dackel Treppen laufen?

Die meisten Dackelbesitzer und -züchter vertreten die Ansicht, dass Dackel keine Treppen laufen sollen, da dies das Risiko für einen Bandscheibenvorfall und die daraus resultierende Dackellähme erhöht.

Allerdings gibt es auch andere Stimmen. Diese vertreten den Standpunkt, dass ein trainierter Dackel durchaus Treppen laufen und auch springen darf, da er ja auch im Wald über Stock und Stein geht.

duerfen dackel treppen laufen
Ob Dackel Treppen laufen dürfen, ist umstritten. Im Zweifel solltest Du Deinen Dackel tragen,

Klar ist, dass der Dackel mit seinen kurzen Beinen auf Treppen im Nachteil ist. Dazu kommt sein Schwerpunkt, der auf den Vorderläufen liegt.

Wenn Du auf Nummer Sicher gehen willst, trägst Du Deinen Dackel daher alle Treppen hinauf und hinab. Auch wenn Du die Meinung vertrittst, dass Dein Dackel gut trainiert ist, solltest Du ihn auf besonders steilen oder rutschigen Treppen immer tragen, damit er nicht auf der Treppe fällt und sich verletzt.

Idealerweise bringst Du Deinem Dackel bei, an einer Treppe zu warten und nicht einfach wild drauf los zu laufen. Das macht das Leben erheblich leichter, wenn Du ihn doch tragen willst.

Dackel-Rampe Sofa und Bett
Damit Dackel in der Wohnung nicht zu hoch springen, gibt es Rampen für Sofa und Bett

Den Dackel richtig hochheben

Wenn Du Deinen Dackel trägst, musst Du darauf achten, wie Du einen Dackel richtig hochhebst. Auf keinen Fall solltest Du einen Dackel wie ein Baby nur unter den Vorderläufen hochheben. Denn auch das ist gefährlich für seine Wirbelsäule.

So darfst Du einen Dackel nicht hochheben!
So darfst Du einen Dackel auf keinen Fall hochheben!

Stattdessen solltest Du bei einem Dackel immer das Hinterteil abstützen, um die Wirbelsäule zu entlasten.

Am besten fasst Du mit einer Hand von hinten zwischen den Vorderbeinen an die Brust Deines Dackels. Wenn Du Finger dabei etwas spreizt, bekommst Du einen sicheren Halt am Schwerpunkt des Dachshunds.

Mit der anderen Hand fasst Du weit hinten an den Bauch des Dackels. Nun hebst Du Deine Fellnase mit beiden Händen gleichzeitig hoch.

Im Gehen kannst Du das Hinterteil mit Deinem Unterarm stützen. So hast Du eine Hand frei – zum Beispiel, um Dich am Treppengeländer festzuhalten.

Lebenserwartung und Gesundheit: Wie alt werden Dackel?

Die mittlere Lebenserwartung eines Dackels liegt laut Dachshund Health UK bei 12,3 Jahren für einen Standarddackel und bei 10,2 Jahren für einen Zwergdackel. Allerdings wurden lediglich 73 Standard- und 103 Zwergdackel untersucht. Allgemein wird die Lebenserwartung von Dackeln mit 12 bis 16 Jahren angegeben. Der älteste Dackel der Welt soll die Dackeldame Chanel sein, die 21 Jahre alt wurde.

Dackel zählen damit zu den langlebigeren Hunden. Kleinere Hunderassen sind häufig langlebiger als größere Hunde. Warum das so ist, konnte bisher nicht abschließend geklärt werden und wird weiter erforscht.

Dackellähme als typische Krankheit beim Dachshund

Wenn eine Krankheit nach einer Rasse benannt ist, zeigt das, wie anfällig sie dafür ist. Beim Dackel ist das ein Bandscheibenvorfall, da er aufgrund seiner Anatomie – langer Rücken und kurze Beine – dafür besonders anfällig ist.

Wenn Dein Dackel empfindlich auf Berührungen am Rücken reagiert, offensichtlich Schmerzen beim Laufen hat oder sogar Lähmungserscheinungen zeigt, solltest Du schnell zum Tierarzt gehen. Ein Bandscheibenvorfall beim Dackel kann behandelt werden – zum Beispiel durch eine Operation.

In schlimmen Fällen kann ein Bandscheibenvorfall allerdings zu bleibenden Lähmungen führen – der gefürchteten Dackellähme. Dann kann Dein kleiner Freund seine Hinterbeine gar nicht mehr bewegen und verliert möglicherweise auch die Kontrolle über seine Blase und seinen Darm.

Dackellähme - Dackel im Rollstuhl
Leider brauchen manche Dackel wegen der Dackellähme einen Rollstuhl

Typische Dackelkrankheiten

Insgesamt gilt der Dackel als robuster Hund. Neben der Dackellähme treten in erster Linie folgende Krankheiten beim Dackel auf:

  • Epilepsie
  • Cushing-Syndrom
  • Harnsteine
  • Augenerkrankungen
  • Ohrenentzündungen

Viele dieser Krankheiten sind gut behandelbar, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Darum solltest nicht nur zum Tierarzt, wenn Du ungewöhnliche Verhaltensweisen oder offensichtliche Schmerzen bei Deiner Fellnase bemerkst. Plane auch regelmäßig Check-Ups ein, damit Dein Dachshund gesund bleibt.

Mehr über die Lebenserwartung von Dackeln erfährst Du im Artikel Wie alt werden Dackel und wie kannst Du ihre Lebenserwartung erhöhen? Darin habe ich auch 11 Tipps für ein langes Dackel-Leben für Dich zusammengetragen.

Sind Dackel intelligent?

Jeder Dackelbesitzer wird Dir bestätigen, dass sein Dackel ein schlauer Kerl ist. Studien zufolge zählen Dackel allerdings nur zu den Hunden mit mittlerer Intelligenz.

Diese Ergebnisse sind jedoch umstritten. Intelligenz hat viele Facetten und das Studiendesign entscheidet mit darüber, wie bestimmte Hunderassen abschneiden. Wird in einer Studie etwa das Erlernen und Befolgen von Kommandos gemessen, hat ein Dackel aufgrund seines selbstständigen und gelegentlich auch sturen Charakters einen Nachteil gegenüber Rassen mit einem hohen „Will to please“.

Mehr über die Intelligenz von Dackel erfährst Du im Beitrag Sind Dackel intelligent?

Sind Dackel intelligent?^
Jeder Dackelbesitzer wird Dir bestätigen: Dackel sind auf ihre Weise sehr intelligent

Dackel-Pflege und -Haltung: Das braucht Deine Fellnase

Dackel sind keine besonders anspruchsvollen Hunde. Du benötigst eine Grundausstattung, wenn Dein Dackel bei Dir einzieht. Diese sollte mindestens aus folgenden Gegenständen bestehen:

  • Napf für Futter und Wasser
  • Hundebett, Körbchen oder Kissen
  • Hundebox für Dein Auto
  • Halsband und Leine
  • Spielzeug

Fellpflege beim Dackel

Wie die Fellpflege beim Dackel aussieht, hängt davon ab, ob Du Dir einen Kurzhaar-, Langhaar oder Rauhaardackel in Dein Zuhause holst.

Beim Kurzhaardackel reicht regelmäßiges Bürsten. Er ist damit besonders pflegeleicht.

Ein Langhaardackel muss häufiger und gründlicher gebürstet werden, damit seine langen Haare nicht verfilzen. Außerdem sollte sein Fell regelmäßig beim Hundefriseur geschnitten werden.

Das Fell des Rauhaardackels benötigt am meisten Pflege. Weil seine drahtigen Haare Widerhaken haben, können sie nicht von allein ausfallen. Daher muss der Rauhaardackel regelmäßig getrimmt werden. Dabei werden abgestorbene Haare vorsichtig ausgezupft, um neuen Haaren Platz zu machen. Das beherrschen längst nicht alle Hundefriseure.

Auf keinen Fall dürfen die Haare des Rauhaardackels geschoren oder geschnitten werden, da er dann ein Notfell entwickelt. Dieses Notfell schützt nicht mehr richtig und kann starken Juckreiz beim Rauhaardackel verursachen.

Futter für den Dackel

Bei der Wahl des Futters für Deinen Dackel solltest Du auf eine hohe Qualität achten. Schaue insbesondere auf die Inhaltsstoffe und lasse Dich im Zweifel beraten.

Dackel gelten als verfressen. Daher wird Deine Fellnase wahrscheinlich alles fressen, was Du ihm vorsetzt. Es ist Deine Verantwortung, dass das Futter eine hohe Qualität hat.

Dabei gibt es sowohl gutes Trockenfutter als auch gutes Nassfutter. Wir geben für das Futter unseres Rauhaardackels Eddie lieber etwas mehr aus. Wobei der Preis des Futters nicht wirklich ins Gewicht fällt, da ein Teckel als kleiner Hund nicht wirklich viel Futter braucht.

Wir bestellen das Futter für unseren Standarddackel Eddie bei Reico Vital und kommen mit einer Bestellung von etwas über 100 € etwa drei Monate aus.

Den Dackel versichern

Für Deinen Dackel solltest Du auf jeden Fall eine Tierhalterhaftpflicht-Versicherung abschließen. Diese schützt Dich vor hohen Schadensersatzansprüchen, falls Deine Fellnase mal etwas anstellen sollte.

Außerdem solltest Du eine Hundekrankenversicherung oder eine OP-Versicherung in Betracht ziehen. Hier zahlst Du einen monatlichen Betrag. Dafür übernimmt die Versicherung Kosten für die Behandlung von Krankheiten oder OPs – zum Beispiel, wenn bei Deinem Dackel ein Bandscheibenvorfall operiert werden muss.

Der Jagdtrieb beim Dackel

Ob der Jagdtrieb beim Dackel für Dich gut oder schlecht ist, hängt primär davon ab, ob Du Jäger bist oder nicht. Für einen Jäger ist der Jagdtrieb gewünscht. Darauf wurden Dackel seit Jahrhunderten hin gezüchtet.

Dackel sind Jagdhunde und haben daher einen starken Jagdinstinkt
Dackel sind Jagdhunde und haben daher einen starken Jagdinstinkt

Wenn Dein Dackel ein Familienhund oder Haushund ist, wünschst Du Dir wahrscheinlich eher weniger Jagdtrieb.

Wenn Du einen Welpen kaufen möchtest, kannst Du schon bei der Auswahl des Züchters darauf achten, wo der Schwerpunkt liegt. Manche Züchter haben gar keine Verbindung zur Jagd. Andere züchten vorwiegend für die Jagd. Einige geben ihre Teckel sogar nur an Jäger ab.

Natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass ein Welpe aus einer nicht jagdlichen Zucht weniger Jagdtrieb hat. Jeder Hund ist ein Individuum und kommt mit einer individuellen Persönlichkeit zur Welt.

Wenn Du einen erwachsenen Hund aus dem Tierheim aufnimmst, hast Du mehr Anhaltspunkte. Wurde der Dachshund jagdlich geführt? Zeigt er auf einem Spaziergang einen ausgeprägten Jagdtrieb?

Und schließlich kannst und solltest Du den Jagdtrieb kanalisieren. Sprich darüber am besten mit einem erfahrenen Hundetrainer. Ein gutes Beispiel, wie Du Deinen Dackel auslasten und den Jagdtrieb kanalisieren kannst, sind Suchspiele.

Dabei versteckst Du einen Gegenstand und lässt ihn von Deinem Dackel suchen. In eine ähnliche Richtung geht das Mantrailing, bei dem Dein Hund der Spur eines Menschen folgen und ihn finden muss.

Herkunft und Geschichte des Dackels

Die Ursprünge des Dackels liegen in Deutschland und reichen bis ins Mittelalter zurück. Als Urväter des Dackels gelten die Bracken – ebenfalls Jagdhunde.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden für die Jagd auf Dachse und Füchse unter der Erde immer kurzbeinigere Bracken gezüchtet, bis daraus der Dackel entstand, wie wir ihn heute kennen.

Im Jahr 1888 wurde schließlich der Deutsche Teckelklub als erster Zuchtverein für Teckel gegründet. Der DTK 1888 legte auch den ersten allgemeingültigen Rassestandard fest.

Interessantes rund um den Dackel

Dackel sind durch ihre ikonische Form, ihren liebenswert-sturen Charakter und ihren unwiderstehlichen Dackelblick einzigartige Hunde. Darum gibt es viele interessante Geschichten und Anekdoten rund um den Dackel.

Dackel Waldi als Maskottchen für die Olympischen Spiele 1972

Im Jahr 1972 wurden die Olympischen Sommerspiele in München ausgetragen. Maskottchen wurde „Olympia-Waldi“ – ein Dackel. Die Idee dazu stammte vom Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees, Willi Daume, höchstpersönlich. Er besaß nämlich selbst einen Dackel.

Außerdem war der Dackel in den 1970er-Jahren in München ein typisches Haustier.

Das Maskottchen wurde markenrechtlich geschützt und Waldi wurde nach allen Regeln der Kunst vermarktet. Auf diese Weise leistete Dackel Waldi einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der Olympischen Spiele.

Dackelmuseum in Regensburg (vormals Passau)

2018 eröffneten Josef Kübelbeck und Oliver Storz in Passau ein weltweit einzigartiges Dackelmuseum mit rund 2.000 Exponaten rund um den Dachshund. Nach einem Streit mit der Stadt Passau um einen Sonnenschirm, einen Tisch und zwei Klappstühle vor dem Eingang beschlossen die Gründer im Jahr 2022 mit dem Dackelmuseum nach Regensburg umzuziehen. Im Oktober 2023 eröffnete das Museum dort erneut.

Das Dackelmuseum bekommt große mediale Aufmerksamkeit und schaffte es unter anderem in das Buch „Schräge Museen: Eine Reise zu den skurrilsten Sammlungen der Welt.“

Der Wackeldackel

In den 1970er-Jahren war der Wackeldackel – neben der eingehäkelten Klopapierrolle – ein beliebtes Accessoire auf der Hutablage deutscher Autos. Erfunden wurde das Accessoire mit dem wackelnd aufgehängten Kopf im Jahr 1965.

In meinem ersten Auto hatte ich selbst einen Wackeldackel. Das war im Jahr 1993. Ich hatte gerade den Führerschein und einen 18 Jahre alten und ziemlich verrosteten Mercedes /8. Den Wackeldackel bekam ich als passendes Accessoire zum Auto aus den 70ern von meinen Freunden geschenkt.

Der Wackeldackel wackelt im alten Benz

Der Dackel – typisch deutsch?

Für viele Menschen gilt der Dackel als „typisch deutsch“. Ein kleines bisschen spießig und etwas stur – so etwas bekommt man gelegentlich auch heute noch zu hören, wenn man erzählt, dass man einen Dackel als Haustier hat.

Auch in der Geschichte ist der Dackel international eng mit Deutschland verbunden. Als die USA in den Ersten Weltkrieg einstiegen, sank die Popularität des Dachshunds in den USA rapide. Sie waren als Sinnbild des Deutschen so sehr verhasst, dass sogar Dachshunde auf der Straße getötet wurden und Züchter aus Angst vor Konfrontationen ihre Zucht aufgaben.

„Alles für den Dackel – alles für den Club!“

Auch diesen Spruch aus der Fernsehserie „Hausmeister Krause“ bekommt man als Dackelbesitzer noch gelegentlich zu hören. Dabei wurde die letzte Folge bereits im Jahr 2010 produziert.

Schauspieler Tom Gerhard spielt hier den pedantischen und spießigen Hausmeister Dieter Krause, der das Wohl seines Kurzhaardackels Bodo über alles stellt.

Dackel Bodo bringt in der Serie seiner Rasse zwar viel Aufmerksamkeit. Die überzeichnete Spießigkeit des Dackelclubs mit seinem lächerlich autoritären Präsidenten haben aber sicherlich zum leicht spießigen Image des Dackels beigetragen.

Hausmeister Krause im Dackelclub

Berühmte Dackelbesitzer und Dackel

Im Laufe der Geschichte gab es viele berühmte Dackelbesitzer. Viele darunter waren Künstler. Einige Dackel schafften es auch ohne prominente Besitzer zu großer Bekanntheit. Hier habe ich einige Beispiele für Dich zusammengetragen.

Pablo Picasso und sein Dackel Lump

Man sagt, er sei Picassos längste und glücklichste Beziehung gewesen: Dackel Lump, der Picasso von 1957 bis 1973 begleitete – kurz nach Dackel Lump starb auch Picasso selbst.

Es war wohl Liebe auf den ersten Blick. Denn Dackel Lump gehörte eigentlich dem Fotografen David Douglas Duncan. Über das erste Zusammentreffen mit Picasso sagte er später: „Als ich Picasso besuchte, kam Lumpi mit, sah sich um: Das ist meins – ciao! – und verließ mich, um mit Picasso zu leben.“

Lump inspirierte Picasso zu einem Dackel-Portrait auf einem Teller und war Modell für zahlreiche Bleistiftzeichnungen. Auch in seine Bilder nahm Picasso seinen Dackel Lump mit auf.

Andy Warhol

Auch Andy Warhol besaß einen Dackel. Sein Name war Archie. Der Künstler ließ sich mit ihm von der Presse fotografieren und leitete sogar Fragen an ihn weiter, wenn er sie nicht beantworten wollte.

Sein Gemälde „Portrait of Maurice“ aus dem Jahr 1976 zeigt den Dackel der Sammlerin Gabrielle Keiller. Sie beauftragte Warhol damit, ihre Fellnase zu malen. Das Gemälde vermachte sie schließlich an die Nationalgalerie von Schottland.

Adele

Die Sängerin Adele ist ebenfalls ein großer Fan des „Sausage Dogs“, wie sie in diesem Video zeigt:

Adele spricht über Dackel. (Englisch)

Sie besitzt einen Dackel mit dem Namen Louie. Dem Magazin People erzählte sie, dass sie seinetwegen ein Haus gegenüber eines Parks gekauft habe. Allerdings weigere sich Louie, den Park zu betreten, nachdem er von einem anderen Hund gebissen worden sei.

Dackel können sehr stur und hartnäckig sein, wenn sie etwas nicht wollen.

John Wayne

Der Schauspieler John Wayne zählte ebenfalls zu den prominenten Dackelbesitzern. Sein Dackel Blackie soll im Jahr 1958 sogar seine Frau Pilar und seine Tochter Aissa vor dem Feuertod gerettet haben. Während der Schauspieler in Japan drehte, soll Blackie die Familie mitten in der Nacht durch lautes Bellen geweckt und auf das Feuer aufmerksam gemacht haben.

Kaiser Wilhelm II.

Der deutsche Herrscher Kaiser Wilhelm II. war ebenfalls ein großer Dackel-Fan. Er besaß einige Dackel als Jagdhunde. Sein Lieblingsdackel Erdmann begleitete ihn von 1890 bis 1901.

Nach seinem Tod ließ der Kaiser auf der Roseninsel von Schloss Wilhelmshöhe eine Gedenktafel mit der Inschrift „Andenken an meinen treuen Dachshund Erdmann (1890–1901)“ errichten.

Crusoe the Dachshund

Im Jahr 2010 haben die Besitzer des Dackels Crusoe ihr erstes YouTube-Video hochgeladen. Mittlerweile hat Crusoe the Celebrity Dachshund fast 2 Millionen Abonnenten.

Bekannt ist Crusoe hauptsächlich für seine ausgefallenen Kostüme und die Abenteuer, die er und seine Freunde erleben. Über die Zeit wurden die Produktionen dabei immer ausgefeilter und aufwendiger. Über die YouTube-Werbeeinnahmen und die zahlreichen gesponserten Videos dürfte Crusoe deutlich mehr als nur sein Futter verdienen.

Passt ein Dackel zu mir?

Ob ein Dackel für Dich die richtige Fellnase ist, hängt in erster Linie von einem Faktor ab: Kannst und willst Du Dich mit seiner einzigartigen Persönlichkeit anfreunden?

Wenn Du großen Wert auf unbedingten Gehorsam legst, ist ein Dackel vielleicht nicht die beste Wahl für Dich. Auf jeden Fall solltest Du aber eine gute Portion „liebevolle Konsequenz“ mitbringen. Ein Dackel braucht nicht nur Training mit Leckerchen, sondern auch Erziehung. Dabei darfst Du auch Widerworte wie bei einem Teenager erwarten.

Dackel geben manchmal Widerworte!
Dackel geben manchmal knurrend Widerworte

Überdies solltest Du auch bereit und in der Lage sein, Deinem Teckel den nötigen Auslauf und die nötige Beschäftigung zu bieten. Ein Dackel ist ein Jagdhund und kein Schoßhund. Du solltest also gerne Zeit in der Natur und an der frischen Luft verbringen.

Auch die Frage, wer noch in Deinem Haus oder in Deiner Wohnung lebt, ist von Bedeutung. Wenn Du kleine Kinder hast oder Nachwuchs planst, solltest Du Dir die Anschaffung eines Dackels gut überlegen.

Mehr dazu, ob ein Dackel die richtige Wahl für Dich ist, erfährst Du im Artikel Für wen eignet sich ein Dackel?

Wie beliebt sind Dackel?

Vielleicht fragst Du Dich „Sind Dackel beliebt?“ oder „Wie viele Dackelwelpen werden in Deutschland pro Jahr geboren?“

Kurz gesagt belegt der Dackel in der Welpenstatistik des VDH in den vergangenen Jahren durchgängig den zweiten Platz hinter dem Deutschen Schäferhund. Im Durchschnitt wurden zwischen 2008 und 2022 rund 6.200 Teckel-Welpen pro Jahr gemeldet.

Allerdings sind längst nicht alle Züchter Mitglied im VDH. Daher werden auch nicht alle Würfe für diese Statistik erfasst. Dennoch lässt sich aus den Zahlen ableiten, dass der Dackel in Deutschland nach wie vor ein sehr beliebter Hund ist.

Wie viel kostet ein Dackel?

Dackelwelpen werden auf Anzeigenportalen zu Preisen zwischen 800 und 1.800 € angeboten. In der Welpensuche des DTK werden keine Preise angegeben.

Dabei ist der Preis eines Dackelwelpen eigentlich zweitrangig. Du wählst einen Freund fürs Leben, der Dich hoffentlich eine sehr lange Zeit begleiten wird. Und in dieser Zeit werden Kosten anfallen, die weit über den Anschaffungspreis Deines Dackels hinausgehen. Darunter fallen unter anderem:

  • Wichtige und zum Teil kostspielige Einkäufe am Anfang
    • Hundebett für Deine Fellnase
    • Futter- und Wassernapf
    • Hundebox, damit Du Deinen kleinen Freund sicher im Auto transportieren kannst
    • Leine und Halsbänder (der Welpe wächst ja noch)
    • Spielzeug
  • laufende Kosten
    • Futter
    • Haftpflichtversicherung
    • Kranken- oder OP-Versicherung
    • Tierarzt (Impfungen und Vorsorge-Untersuchungen)
    • Hundefriseur (beim Langhaar- und Rauhaardackel)
    • Hundesteuer
    • Leckerli und Kauartikel
    • Spielzeug (manche Dackel sind echte Spielzeug-Vernichter)
    • Aufpreis im Hotel oder in der Ferienwohnung
    • Hundesitter oder Hundepension
    • Eventuell zerkaute Schuhe und Möbel

Über diese Kosten solltest Du Dich informieren, bevor Du Ausschau nach einem Welpen hältst. Frage Dich, ob Du bereit bist, für Deine Fellnase zu verzichten, falls Dein Einkommen einmal fallen sollte.

Nur, wenn Du all diese Kosten tragen kannst und willst, solltest Du nach einem seriösen Züchter oder einem Dackel aus dem Tierheim Ausschau halten.

Dackel kaufen: Darauf musst Du achten

Wenn Du einen Dackel kaufen möchtest, hast Du grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

  1. Kauf eines Dackelwelpens bei einem seriösen Züchter
  2. Übernahme eines Dackels aus dem Tierheim gegen eine Schutzgebühr

Den richtigen Züchter finden

Bei der Auswahl des richtigen Züchters solltest Du Dich gut informieren. Zum einen, damit Dein Dackelwelpe gesund ist und keine Erbkrankheiten mitbringt. Zum anderen, weil leider auch Dackel von ausschließlich profitgetriebenen Vermehrern angeboten werden, bei denen weder Eltern noch Welpen ein gutes Leben haben.

Daher sollte der Preis bei der Auswahl eines Züchters nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Eine Mitgliedschaft im DTK oder FCI sprechen für eine verantwortungsbewusste und tiergerechte Zucht. Allerdings ist eine Mitgliedschaft allein auch keine Garantie und nicht jeder Züchter ohne Verbandsmitgliedschaft behandelt seine Tiere schlecht.

Du solltest Dir also auf jeden Fall ein eigenes Bild machen und den Züchter persönlich besuchen, bevor Du Dich entscheidest. Hier einige Aspekte, um die Wahl zu erleichtern:

  • Zeigt der Züchter Dir nur die Welpen oder auch die Mutter?
  • Wie werden die Welpen sozialisiert?
  • Welchen Eindruck macht der Züchter auf Dich?
  • Welche Tests wurden mit den Dackeleltern vor der Paarung gemacht?
  • Sind die Welpen gechipt, geimpft und entwurmt und wurde das von einem Tierarzt bestätigt?
  • Handelt es sich um eine jagdlich orientierte Zucht oder werden eher „Hausdackel“ miteinander gepaart?

Wenn Du dann vor der Welpenkiste stehst, achte nicht nur darauf, welcher Welpe besonders süß aussieht. Achte auch darauf, ob Du zu einem Welpen einen besonderen Draht hast. Vielleicht kommt ein Welpe gleich auf Dich zu und sucht Deine Nähe? Dann könnte es sein, dass der Dackel gerade Dich auswählt und nicht umgekehrt.

Dackel in Not

Immer wieder kommen Dackel in Not. Vielleicht landen sie im Tierheim, weil ein Besitzer gestorben ist oder sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr um sie kümmern kann.

Meist sind diese Dackel keine Welpen mehr und bringen auch eine Geschichte mit sich. Dennoch können sie sich als dankbare und treue Begleiter erweisen.

Dackel in Not
Dackel in Not

Wenn Du Deine Fellnase aus dem Tierheim zu Dir holst, hat das Vor- und Nachteile.

Vorteile:

  • Du gibst einem Hund ein Zuhause, der sonst im Zwinger im Tierheim leben müsste.
  • Du kannst einen erwachsenen Hund ausführlich kennenlernen und wirst schnell merken, ob er zu Dir passt.
  • Die Kosten sind meist geringer als bei einem Welpen. Wobei der Anschaffungspreis, wie zuvor erwähnt, nur eine untergeordnete Rolle spielen sollte.
  • Du überspringst die nicht so angenehmen Aspekte der Welpenzeit und bekommst unter Umständen einen ausgezeichnet erzogenen Hund.

Nachteile:

  • Du kannst Deine Fellnase nicht so erziehen, wie Du es Dir vielleicht vorstellst.
  • Du verpasst die Welpenphase, die für die Bindung zwischen Dir und Deinem Dackel eine große Bedeutung hat.
  • Du erfährst manchmal nur sehr wenig über die Vergangenheit Deines Dackels und darüber, ob er traumatische Erlebnisse hatte, die sich erst später in seinem Verhalten zeigen.

Wenn Du einen Dachshund aus dem Tierheim in Betracht ziehst, erfährst Du in meinem Artikel über Dackel in Not mehr darüber, wie Du helfen kannst und welche Initiativen es gibt, über die Du einen Dackel finden kannst, der ein neues Zuhause sucht.

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